Technologie

detector-presence

Einsparungen von bis zu 82 %.

Ein Grossteil der Energieeffizienten Lichtsteuerungen in modernen Gebäuden werden heute mit Präsenz- und Bewegungsmeldern realisiert. In Kombination mit LED-Leuchten erreicht man das maximale Energie-Einsparpotenzial und hat so realistische Chancen die anspruchsvollen Ziele von Kyoto-Protokoll und nachfolgenden Abkommen sogar noch zu übertreffen.

Tageslichtabhängige Beleuchtungsregelung

Konstantlichtregler (KLR)

Es gibt momentan zwei Technologien für Melder auf dem Markt. Allen voran stehen Präsenzmelder mit Konstantlichtregler oder „Dimm“ genannt. Das im Raum vorhandene Tageslicht wird bei Bedarf durch Kunstlicht aus Leuchten mit dimmbaren Elektronischen Vorschaltgeräten (EVG DIM) ergänzt. In Präsenzmeldern integrierte Lichtsensoren erfassen dabei das vorhandene Beleuchtungsniveau aus Kunst – und Tageslicht. Die Leuchtengruppen werden in Abhängigkeit der Raumtiefe und des Tageslichtangebotes so angesteuert, dass ein vorgegebenes Beleuchtungsniveau von zum Beispiel 500 Lux eingehalten wird. Der Nutzer hat hierbei jederzeit die Möglichkeit, seine individuell gewünschte Beleuchtungsstärke durch Dimm – Taster selbst zu beeinflussen.

Kunst- und Tageslicht ergänzen sich bei dieser Anwendung hervorragend. Wird zusätzlich ein Präsenzsensor verwendet, wird die Beleuchtung automatisch nur dann eingeschaltet, wenn sich Personen im Raum befinden. Dadurch erhöht sich das Einsparpotenzial nochmals deutlich.

Präsenzabhängige Beleuchtungsregelung

PIR-Technologie

Die Passiv Infrarot (PIR) Technologie reagiert auf Wärmeverschiebung. Der Sensor hat zwei oder 4 «Flakes», welche durch eine Optik in den Raum projiziert werden (Detektionszonen). Eine Änderung der Wärmeenergie pro Zone erzeugt dann ein Signal. Warme Objekte, welche jedoch statisch sind (z.B. Heizkörper) erzeugen kein Signal, solange sie keinen warmen Luftzug verursachen.

Bewegungsabhängige Beleuchtungsregelung

HF-Technologie

Basiert auf dem Doppler-Radar-Prinzip sendet ein aktiver High-Tech-Sensor starke Signale aus, die mühelos durch Glas, Holz- und Leichtbauwände dringen können und als Echo zurückgeschickt werden. Verändert sich dieses Echobild durch eine Bewegung innerhalb des Erfassungsbereichs, erkennt der Sensor es und schaltet in Sekundenbruchteilen das Licht ein. Reflexionen von Wänden, Decken und Böden werden auch sämtliche Bewegungen in alle Richtungen sehr schnell registriert. Anders als bei Infrarot Bewegungsmeldern können auch Bewegungen vom HF-Melder erkannt werden, welche sich nicht im direkten Sichtfeld des Melders befinden.

Ultraschall-Technologie

Züblin führt keine Melder mit Ultraschall Technologie. Ultraschall ist als Detektionsmethode vor allem in Amerika und im mittleren Osten weit verbreitet. Melder, welche Ultraschall nutzen, sind aktive Systeme. Der Melder emittiert ein Ultraschall Signal im Bereich von ca. 40kHz und misst dessen Reflexion. Jede Änderung der Reflexion lässt auf eine Bewegung schliessen. Ultraschall Signale durchdringen dünne Wände und andere Objekte im Raum wie zum Beispiel Säulen. Dies ist einerseits ein grosser Vorteil, kann aber auch zu unerwünschten Fehlschaltungen führen. Darüberhinaus haben Ultraschall-Melder gegenüber der Passiv-Infrarot Technologie einen merklich höheren Energiebedarf. Verbreitete Störquellen, wie Gebäudetechnik-Komponenten, Telefone usw. können zusätzliche Fehlschaltung provozieren. Dazu kommt, dass ein Ultraschallmelder Töne im hörbaren Bereich für Katzen (bis 60kHz) und Hunde (bis 50kHz) emittiert, was für Haustiere sehr störend sein kann.  

Akustische Beleuchtungsregelung

Akustik Technologie

Akustikmelder werden heute oft in Kombination mit PIR-Sensoren verwendet. Der Akustiksensor enthält ein Mikrofon, welches Umgebungsgeräusche registriert, um festzustellen ob Personen in unmittelbarer Nähe anwesend sind. Liegen die empfangenen akustischen Signale über einem bestimmten, wählbaren Schwellwert, wird das Licht eingeschaltet. Akustikmelder können Signale demnetsprechend auch durch dünne Wände, ohne direkten Sichtkontakt erfassen. Aufgrund der hohen Störanfälligkeit durch Umgebungsgeräusche jedoch, werden Akustikmelder meist nur als Halbautomat oder in Kombination mit einer weiteren Detektionstechnologie zuverlässig verwendet. Wenn sich die zu erwartenden Nutzsignale hingegen in der Lautstärke eindeutig von auftretenden Störsignalen unterscheiden lassen, können Akustikmelder durchaus ihre individuelle Stärke ausspielen.